Back to search

Universität Bielefeld

Einfluss des Brain Types auf das Studienwahlverhalten von Lehramts- und fachwissenschaftlich Studierenden in den Naturwissenschaften

Abstract

dc:description.abstract

Eine der größten Herausforderungen der Schulen in Deutschland ist der Lehrkräftemangel, von dem besonders die MINT-Fächer betroffen sind. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie mehr Menschen für den Lehrberuf und das Lehramtsstudium gewonnen werden können und welche Faktoren die Entscheidung beeinflussen. Für ein Naturwissenschaftsstudium ist das Konstrukt der Brain Types aus der Empathizing-Systemizing Theory nach Baron-Cohen (2002) dabei ein besserer Prädiktor als das Geschlecht. Die Studienwahlmotive sind für Lehramtsstudierende vielfach untersucht worden, doch studiengangsübergreifende Vergleiche gibt es bisher nur vereinzelt, insbesondere nicht mit einem Fokus auf Naturwissenschaften. In der vorliegenden Masterarbeit wird untersucht, wie sich Lehramts- und fachwissenschaftlich Studierende in den Naturwissenschaften in Bezug auf Brain Type, Studienwahlmotive, studienbezogene Selbstwirksamkeitserwartung und Zugehörigkeit zum Studiengang unterscheiden und wie der Brain Type mit den erhobenen Konstrukten zusammenhängt. Dafür wurden 286 Studierende der Universität Bielefeld der Fächer Biologie, Chemie und Physik in einer quantitativen Fragebogenstudie befragt. Es zeigt sich, dass die Dimension des Empathisierens bei Lehramtsstudierenden stärker ausgeprägt ist als bei fachwissenschaftlich Studierenden, für das Systematisieren hingegen kein signifikanter Unterschied erkennbar ist. In Bezug auf Studienwahlmotive zeigen sich zudem Unterschiede im fachlichen und beruflichen Interesse, dem gesellschaftlichen Wert, der persönlichen Nützlichkeit sowie dem Interesse an Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und den eigenen Lehr- und Lernerfahrungen. Das Systematisieren korreliert positiv mit dem Fachinteresse, dem gesellschaftlichen Wert, der studienbezogenen Selbstwirksamkeitserwartung, dem Stolz auf den Studiengang sowie den Lehr- und Lernerfahrungen und negativ mit der persönlichen Nützlichkeit. Das Empathisieren korreliert positiv mit dem beruflichen Interesse, dem gesellschaftlichen Wert, der persönlichen Nützlichkeit, der studienbezogenen SWE, dem Stolz auf den Studiengang, dem Wohlbefinden im Studiengang, dem Interesse an Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und den Lehr- und Lernerfahrungen. Alle diese Zusammenhänge sind gering. Außerdem zeigt sich, dass sich die Lehramts- und fachwissenschaftlich Studierenden untereinander teilweise ähnlicher sich, als sie voneinander verschieden sind. So geben mehr als 40 % der fachwissenschaftlich Studierenden an, bereits über ein Lehramtsstudium nachgedacht zu haben oder sich einen Quereinstieg vorstellen zu können. Es erscheint daher sinnvoll, fachwissenschaftlich Studierenden gezielte Angebote zu machen, sich während des Studiums mit didaktischen und pädagogischen Inhalten auseinanderzusetzen. Ebenfalls erscheint eine Betrachtung der Brain Types und Studienwahlmotive lohnenswert und sollte für verschiedene Fachbereiche weiterverfolgt werden.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
master
Grantor dc:publisher
Universität Bielefeld

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Griesbach, Jan

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
https://pub.uni-bielefeld.de/record/2993622
OAI identifier oai:identifier
oai:pub.uni-bielefeld.de:2993622

Chain of custody

source
Harvested from
Universität Bielefeld
Base URL
pub.uni-bielefeld.de/oai
Last updated
2026-07-27
Source record
OAI-PMH GetRecord
related terms
citation

Griesbach, Jan. Einfluss des Brain Types auf das Studienwahlverhalten von Lehramts- und fachwissenschaftlich Studierenden in den Naturwissenschaften. master thesis, Universität Bielefeld, https://pub.uni-bielefeld.de/record/2993622